Erfolgsmessung für Webseiten von Unterhaltungskünstlern

Hase im ZylinderIn den letzten Monaten wurde ich immer wieder von Unterhaltungs­künstlern (Zauberer, Bauchredner, Jongleure, Fakire …) auf Empfehlungen und Verbesserungen bezüglich ihrer Webseiten angesprochen. Dabei musste ich (leider) auch feststellen, dass meist nur sehr rudimentäre Kenntnisse bezüglich der Möglichkeiten der eigenen Homepage und denen der Webanalyse vorherrschen und oft „nur kurz“ eine Webseite erstellt wurde.

Dies kann ich nicht wirklich nachvollziehen, da seit Jahren immer mehr Interessenten im Internet nach einem Künstler suchen, und so der (wirtschaftliche) Erfolg eines Künstlers immer mehr von dessen Auftritt im Internet abhängt. Aus diesem Grund habe ich mich zu dieser Serie speziell für Unterhaltungskünstler entschieden. Dabei sind Unterhaltungskünstler für mich Künstler, die mit Ihrer Webseite versuchen Engagements zu erhalten (Bands, DJ’s, Zauberer, Bauchredner …) und dies auch die Intention ihrer Homepage darstellt.

Dabei werde ich mich bemühen, die teils komplexen Möglichkeiten zu Beginn der Serie einfach und auch für Einsteiger verständlich darzustellen. Später werden dann auch einzelne Spezialfälle und komplexe Analysewünsche behandelt.

Und ja – ich verwende den Begriff Künstler, meine jedoch selbstverständlich auch alle Künstlerinnen! Diese möchten es mir bitte verzeihen, aber einen Text mit Künstler / Künstlerinnen finde ich doof … und sehr schwierig zu lesen.

Typische Fragen von Unterhaltungskünstlern:

  • Ich bekomme zu wenig Buchungen, was muss / kann ich tun?
  • Ich bekomme zu wenig Anfragen / Anrufe, was muss / kann ich tun?
  • Ich mache auf der Seite X bereits seit Monaten Werbung für meine Dienstleistung, aber das hat nichts gebracht. Warum?
  • Ich habe eine Anzeige in der Tageszeitung. Nützt diese etwas?
  • uvm.

Die generelle Antwort:

Oft hatte ich in meinen vielen Gesprächen das Gefühl, dass sich der Künstler eine allgemeingültige Antwort gewünscht hätte – nur gibt es diese leider nicht. Um diese Fragen fundiert beantworten zu können, ist der Einsatz eines Webanalyse-Tools notwendig. Dabei reicht es jedoch nicht, „mal kurz“ eines dieser Tools (GoogleAnalytics, eTracker, Webtrekk …) hinter die eigene Webseite zu klemmen. Denn es ist auch zwingend notwendig, in diesen Tools seine individuellen Ziele zu hinterlegen.

Nur wie kommt man zu diesen Zielen und welche sollte man als Unterhaltungskünstler hinterlegen? Hier möchte ich einen kleinen Ausflug in die Welt der Prozesse & Zieldefinition wagen. Denn wie sieht der Prozess des Engagements eines Künstlers eigentlich aus?

Der Prozess „Engagement eines Künstlers“

Bei diesem (Grund-)Prozess geht es mir nicht um akademische Vollständigkeit, sondern um das prinzipielle Verständnis, wie das Engagement eines Künstlers abläuft. Dieser Prozess ist auch den meisten Künstlern bewusst, für die weitere Analyse ist es jedoch einfacher, diesen schriftlich und optisch zu fixieren. Denn so lassen sich Ziele und Teilziele einfacher ableiten, eventuell vorhandene Probleme der eigenen Webseite besser erkennen und einem der Prozessschritte zuordnen.

Folgend habe ich den Prozess knapp zusammengefasst, wobei wir auf die einzelnen Prozessschritte im Rahmen dieser Serie noch detailliert eingehen werden.

  1. Engagement eines Künstlers

    Prozess Engagement eines Künstlers

    Der Interessent hat einen Bedarf. Er richtet bspw. eine Veranstaltung aus und sucht für diese einen Künstler. Dabei hat er oft genauere Vorstellungen darüber, welches Budget nicht überstiegen werden sollte und welcher Zweck erfüllt werden soll (z.B. Anwerbung von Interessenten am Messestand, Unterhaltung zur Hochzeit …).

  2. Der Interessent findet nun den Weg auf die Webseite des Künstlers. Dabei kann dieser „Weg“ sehr different sein und wird im Marketing auch als „Kanal“ bezeichnet. Typische Kanäle im Internet sind dabei der Link von einer anderen Webseite (Referer Traffic), der über Suchmaschinen (SEO Traffic), der über bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen (SEA Traffic) und viele mehr.
  3. Der Interessent Informiert sich nun auf der Webseite des Künstlers, beurteilt individuell dessen Angebot und prüft, ob das Angebot zum eigenen Bedarf passt. Kann er sich vorstellen diesen Künstler zu buchen? Passt dieser vom Typ? usw.
  4. Kontaktaufnahme (mündlich / schriftlich) mit dem Kunden. Ist dieser noch am gewünschten Termin verfügbar, liegt dieser im preislichen Rahmen…
  5. Nach dem erhaltenen Angebot folgt die Entscheidungsfindung des Interessenten und ggf. auch der Vergleich mit ebenfalls eingeholten Angeboten anderer Künstler.
  6. Die Buchung – Der eigentliche Wunsch des Künstlers :-)

Die Zieldefinition

Aus diesem Grundprozess können wir nun die Ziele und Teilziele für unsere Webseite ableiten – und leider liegt hier sehr oft das größte Problem! Denn oft haben Künstler für sich nur ein einziges Ziel definiert: „Buchung“. Dabei ist dies unzweifelhaft das wichtigste Ziel auf der Webseite eines Unterhaltungskünstlers – jedoch auch eines der am schwierigsten messbaren(!). Um jedoch auch die Interessenten besser zu verstehen, die NICHT buchen, sind Zwischenziele bzw. weitere Ziele wichtig. Denn ohne diese Zwischenziele wäre es nur über direkte Befragungen der (unbekannten) Nichtbucher möglich, deren Gründe zu ermitteln – und dies wäre wohl auch für Mentalisten schwierig ;-)
Um hier keine falschen Erwartungen zu wecken: Die wahren Gründe lassen sich selbstverständlich nicht automatisiert erheben, allerdings ermöglicht diese Technik eine erweiterte Sicht auf die Personen auf Ihrer Webseite. So verstehen Sie, wie der Interessent Ihre Webseite überhaupt nutzt, ob, wo und welche Probleme ggf. existieren usw.  Anschließend lassen sich dann diese Probleme strategisch angehen.

Weitere Ziele / Zwischenziele könnten daher sein:

  • Verweildauer auf der Webseite
  • Anzahl angesehener Webseiten (Einzelseiten)
  • Ansehen von Videos / Medieninhalten
  • Besuch der Kontaktseite
  • Besuch von Kundenfeedbacks / Kundenstimmen
  • Steigerung der Fans auf Facebook, Google+, Twitter …
  • uvm.

Erste Problemanalyse und Ist-Zustand Ihrer Webseite

Warum nun diese lange Einleitung? Ganz einfach: Dieser Hintergrund ist wichtig, um den Ist-Zustand Ihrer Webseite beurteilen zu können! Denn so lassen sich bereits für einige der häufigsten Fragen fundierte Antworten geben. Ein erstes Beispiel:

Ich hatte oben bereits die beiden häufigsten Fragen erwähnt:

  • Ich bekomme zu wenig Buchungen, was muss / kann ich tun?
  • Ich bekomme zu wenig Anfragen / Anrufe, was muss / kann ich tun?

Bevor hier nun Empfehlungen abgegeben werden können, muss erst das tatsächlich vorliegende Problem analysiert werden bzw. der Grund, warum dieses vorhanden ist:

Wenn wir uns den Buchungsprozess nochmals ansehen, lässt sich dieser auch in zwei Hauptteile zerlegen:

  1. Interessent außerhalb der eigenen Webseite & auf der Suche (Schritt1)
  2. Interessent ist auf der eigenen Webseite (Schritt 2-6)

Hier spricht man im (Online-)Marketing auch von Off-Site (außerhalb) und On-Site (auf) Aktivitäten. Bitte achten Sie dabei darauf, dass diese Begriffe auch oft im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) verwendet werden – dazu später mehr – sich diese „Aktivitäten“ jedoch auf einen anderen Sachverhalt beziehen.

Sie sehen also, dass „zu wenig Anfragen / Buchungen“ einerseits mit Problemen außerhalb Ihrer Webseite zu tun haben können – und / oder mit Schwierigkeiten auf Ihrer Webseite! Aus Erfahrung ist die Antwort auf diese Frage auch die mit Abstand wichtigste! Denn ohne das eigentliche Problem zu verstehen werden auch oft falsche und teure Aktionen getätigt:

Oft werden teuer erkaufte Interessenten auf die eigene Webseite „geschoben“ und buchen dort ebenfalls NICHT!

Plakativ zusammengefasst kann es somit drei Hauptgründe für ausbleibende Buchungen / Anfragen geben:

  1. Es sind zu wenig / keine Besucher auf Ihrer WebseiteUnterhaltungskuenstler Webseite mit wenig Besuchern
  2. Es sind ausreichend Besucher vorhanden, diese Buchen jedoch nichtUnterhaltungskuenstler Webseite mit ausreichend Besuchern
  3. Beides ;-)

 

Daher nützt Ihnen der so oft gehörte „Platz 1 bei Google“ sehr wenig, wenn das Hauptproblem Ihrer Webseite Fall 2 ist!

Vor diesem Hintergrund möchte ich nun gerne den im (Online-)Marketing sehr wichtigen Begriff der Conversion einführen. Dabei ist diese einfach gesprochen ein Verhältnis zwischen Besuchern die eine Aktion ausführen zu denen die diese Aktion nicht ausführen. Kommen bspw. 100 Besucher auf Ihre Webseite und 10 buchen, läge die Conversion „Buchung“ bei 10%. Dabei können sehr viele verschiedene Conversionen festgelegt werden – und sollten auch für alle Ziele & Zwischenziele definiert sein.

Zusammenfassung

Um die typischen Fragen von Unterhaltungskünstlern beantworten zu können, müssen erst die wahren Gründe für das Problem ermittelt werden. Denn von diesem individuellen Problem hängt entscheidend das weitere Vorgehen ab und zu welchen Aktionen geraten werden muss.

Denn es nützt Ihnen herzlich wenig noch mehr Interessenten anzuwerben, wenn sich bereits heute pro Monat mehrere hundert Personen auf Ihre Webseite „verirren“, dort jedoch niemand Ihre Dienstleistung bucht! In einem solchen Fall sollte daher erst näher untersucht werden, WARUM diese Interessenten nicht buchen und ggf. technische Probleme Ihrer Webseite ausgeschlossen werden!

Hierfür ist ein gut konfiguriertes Webanalysesystem unverzichtbar. In den folgenden Teilen werde ich nun genauer auf das von den meisten Unterhaltungskünstlern bereits eingesetzte GoogleAnalytics eingehen, und dort genau erklären, wo und welche Ziele eingerichtet werden sollten. Dabei gibt es natürlich auch andere Webanalyse-Tools die meist wesentlich umfangreicher und aussagekräftigere Antworten liefern. Allerdings sind diese nicht wirklich günstig und daher für die meisten (Klein-)Künstler eher uninteressant.

Freue mich über erstes Feedback :-)

Weitere Artikel in Vorbereitung:

  • Ziel Kontaktaufnahme / Buchung bei Google-Analytics hinterlegen
  • Erweiterte Analyse des Buchungsformulars

Selbstverzollung bei der GDSK

Bestellungen aus China die über EMS (Express Mail Service), werden in Deutschland (häufig) über die GDSK ( Gesellschaft der Schnellkuriere) abgewickelt. Interessant ist dabei, dass sich dies meist vom Empfänger unbeabsichtigt passiert und diese vom Schreiben der GDSK überrascht sind. Dass die GDSK für diese „unverlangte“ Dienstleistung auch noch 25,59 EUR Gebühren abrechnet, überlesen leider die meisten Personen.

Aber auch wenn man die Gebühren im Kleingedruckten nicht überließt, steht man schnell vor einer Odyssee im Internet, wie man nun genau weiter vorgehen soll. Dabei verschweigt die GDSK die Möglichkeit der Selbstverzollung, bzw. erwähnt diese in der neuesten Version ihres Schreibens (Version: 04.02.2011) nur im Nebensatz.

Auch mich hatte dieses Schreiben erreicht und die Odyssee durch Foren, Blogs … begann, nicht zu vergessen die Telefonate mit einer sehr netten Dame beim Zoll und den (schwierigen) Herrschaften der GDSK. Zusammenfassend lässt sich dabei – stand HEUTE – folgendes zusammenfassen:

  • Selbstverzollung von GDSK-Sendungen ist möglich
  • Das Schreiben der GDSK auf KEINEN Fall unterschreiben, wenn man die 25,59 EUR nicht bezahlen möchte!
  • Eine Zollanmeldung im Internet ist laut Zoll für Privatpersonen eigentlich nicht notwendig, wird jedoch von der GDSK zwingend vorausgesetzt.
  • Die GDSK versucht alles um diesen Sachverhalt zu verschleiern und den Weg zur Selbstverzollung zu erschweren.
  • Das Formular vom Zoll zur Selbstverzollung ist für Einsteiger nicht wirklich einfach zu verstehen

Ich habe mir jedoch trotzdem die Arbeit gemacht mich hier „durchzubeißen“ und möchte nun gerne auch anderen Helfen diese Formulare richtig auszufüllen ohne dafür Stunden zu benötigen. Denn ich denke dass man dem durchaus fragwürdigen Geschäftsgebaren der GDSK nur durch Information und Drücken der Gebühren möglich ist.

Ausfüllhilfe Selbstverzollung bei GDSK-Sendungen

!!! Achtung: Da ich selbst als Privatperson Waren in China bestellt habe, beziehen sich die folgenden Angaben immer auch auf Privatpersonen. Sollten Sie als Wiederverkäufer Waren aus China einführen, kann diese Hilfe durchaus falsch bzw. nur teilweise richtig sein!!!

Weiter kann ich leider keine Garantie auf Richtigkeit abgeben – bin jedoch Rückmeldungen / Verbesserungsvorschläge bzw. auch Meldungen über den erfolgreichen Einsatz sehr dankbar

Das aktuelle Merkblatt zur Selbstverzollung sollte bei der GDSK zur Verfügung stehen und folgenden Abschnitt enthalten:

Angagen der GDSK im Merkblatt

Quelle: merkblatt.pdf auf www.gdsk.de – Abruf 23.05.2011

!!! Wichtiger Hinweis: Leser berichteten mir, dass sich die GDSK ihr lukratives Geschäft wohl nicht entgehen lassen möchte und verlangt so immer neue Unterlagen. So findet sich ggf. in der aktuellen Version des Schreibens auch neue Angaben! Bitte dies unbedingt beachten und mir Änderungen mitteilen. Denn: Die GDSK besucht regelmäßig diesen Eintrag und so ist zu erwarten, dass hier regelmäßig kleinere Änderungen in den Dokumente vorgenommen werden. Aktuell bezieht sich die Anleitung auf das Merkblatt Version 07.07.2011 !!!

Eingabe der Daten im Zollformular

Das Formular des Zolls finden Sie wie im Merkblatt angegeben unter www.einfuhr.internetzollanmeldung.de

EDIT nach hilfreichem Kommentar: Das Formular hat eine sehr geringe Toleranz was „Inaktivität“ angeht (~ 5 Minuten)! Wenn man also zu lange für das Ausfüllen einer Seite benötigt, muss man leider nochmals von vorn beginnen! Am einfachsten kann man diesen „TimeOut“ vermeiden, in dem man während des Ausfüllens komplexerer Seiten nochmals kurz manuell die vorhergehende Seite aufruft.

Bitte lassen Sie sich nicht vom Formular abschrecken, denn die meisten Angaben sind bereits irgendwo im Schreiben der GDSK vorhanden. Individuelle Angaben habe ich jeweils unter den Screenshots genauer erklärt, alle anderen sind 1:1 aus dem Merkblatt übernommen und sollten auch 1:1 so in Ihren Antrag übernommen werden:

Selbstverzollung Seite 1

Selbstverzollung Schritt 1

Seite 1 der Internet-Zollanmeldung – Quelle: Zoll.de

  1. Bezugsnummer: Hier bitte die GDSK-Nummer aus dem Brief ohne „GDSK“ einfügen
  2. Hier bitte den Gesamtbetrag der Rechnung angeben. Da die meisten Bestellungen aus China in“ USD“ lauten, sollte die Angabe im ersten Feld auch richtig sein (ggf. anpassen)
  3. Für meinen „Endgültigen Kauf“ habe ich bei Art des Geschäfts die „11“ gewählt was ggf. zu ändern ist.
    Statistikstatus: „01“ „04“. Hatte hier ursprünglich die „01“ gewählt, was jedoch später vom Zoll selbst angepasst wurde. Denke das dies der richtige Wert für die meisten privaten Selbstverzoller sein dürfte.
    Zahlungsart: „A“, denn die Rechnung kommt dann eigentlich später von der GDSK
  4. Das Datum sollte bereits ausgefüllt sein. Hier die eigene Anschrift eintragen und als Privatperson bei „Stellung in der Firma“ „keine“ eintragen.

Selbstverzollung Seite 2

Selbstverzollung Seite 2

Seite 2 der Internet-Zollanmeldung – Quelle: Zoll.de

Die Seite 2 sollte selbsterklärend sein. Prinzipiell müssen hier die Daten des Absenders (Versenders) und Ihre eigenen Kontakt- /Adressdaten angegeben werden. In meinem Fall konnte ich keine Postleitzahl des Versenders bestimmen und habe hier einfach ein „?“ eingetragen. Denn ohne Eingabe in diesem Feld ist ein Absenden auf Seite 3 nicht möglich!

EDIT: Einige Leser hatten keine Angaben zum Absender bzw. diese nur auf Chinesisch, eine Webseite…. Einer dieser Leser hatte daher beim Zoll nachgefragt: Einfach alle vorhandenen Daten wie Website, Mailadresse … angeben oder „?“ bzw. „nicht genannt“. Dies sollte in den meisten Fällen reichen. Danke für diese hilfreiche Rückmeldung!

Selbstverzollung Seite 3

Selbstverzollung Seite 3

Seite 3 der Internet-Zollanmeldung – Quelle: Zoll.de

Keine Angst vor der nun etwas komplexeren Seite 3

  1. Wählen Sie hier einfach über […] Ihr Bundesland und Ihren Sitz […] aus
  2. Bei Lieferbedingungen geben Sie bitte „CPT“ für „Preis incl. Fracht- / Versandkosten“ oder „FOB“ für „Preis ohne Fracht- / Versandkosten“ ein. Ebenfalls den Lieferort, also Ihren Wohnsitz.
  3. Diese Angaben sind 1:1 aus dem Merkblatt der GDSK übernommen. Lediglich als „Nummer“ müssen Sie hier wieder die GDSK-Nummer aus dem Brief ohne „GDSK“ einfügen und als Art „AWB“ wählen. Die Angabe „AWB“ bezieht sich dabei auf „Air Waybill“ (Luftfrachtbrief) und ist in 99,9% der Fälle richtig. Falls zutreffend muss hier selbstverständlich auch die Stückzahl der Pakete angepasst werden!

Nun können Sie die Angaben durch Klick auf „Positionsdaten“ übernehmen (ggf. vorher Fehler korrigieren)

Positionsdaten (letzte Seite ;-))

Selbstverzollung Positionsdaten

Positionsdaten der Internet-Zollanmeldung – Quelle: Zoll.de

  1. Hier geben Sie bitte die Bezeichnung der Waren ein „Was ist im Paket“. EDIT mit dank an Kiwi: Laut Angaben des Zoll kann man hier nicht genau genug sein! Also hier bitte möglichst exakt den Inhalt der Sendung angeben ggf. incl. Mengenangaben …
  2. Die Warennummer ist eigentlich nicht sehr schwer zu finden, wenn man weiß wo man suchen muss ;-). Gehen Sie hierfür auf die Auskunft des Zolls. Dort klicken Sie dann auf den Button „zur Einfuhr“ und anschließend in der oberen Navigation auf „Einreihung => Stichwortverzeichnis“ und geben Sie im Feld Stichwort ein Stichwort ein, welches den Inhalt des Pakets am besten beschreibt.
    Nach der Suche sollten Ihnen verschiedene „Fundstellen“ angezeigt werden, die Sie nun anklicken können. In der nun – zugegeben etwas unübersichtlichen Liste – sollten Sie nun in Fettschrift eine Gruppe sehen. Diese nun im Ordnerbaum wahrheitsgemäß nach unten durchklicken, bis Sie am Ende bei einer 11-stelligen Nummer landen.
    Beispiel: Ich habe Karnevalsartikel als China bestellt und gebe in das Formular „Karneval“ ein. Fundstelle „9505“ passt dabei am besten zu meinem Artikel, da es sich nicht um Kleidung handelt. Beim Klick auf diese Fundstelle komme ich in den Ordnerbaum in dem „Pos. FS[00] 9505“ fett markiert ist. Hier klicke ich nun den kleinen Ordner vor der Position an uns sehe, dass sich diese noch in Weihnachtsartikel … aufteilt. Da es sich in meinem Fall NICHT um Weihnachtsartikel handelt sind es wohl „andere“ und somit ist meine Warennummer „95059000000“ gefunden.
    Laut Rückmeldungen von Lesern hilft beim Finden der Warennummer auch gerne die Hotline des Zolls weiter.
    Bei Beantragte Begünstigung bin ich mit leider unsicher, habe hier jedoch die „300“ gewählt da diese mir am passendsten vorkam. sollte „100“ richtig sein. Auf diesen Wert hatte zumindest der Zoll meine Sendung gesetzt und laut Rückmeldung von Lesern ist dieser auch korrekt.
  3. Bei Art der Packstücke dürfte meist „CT“ (= Karton) der richtige Wert sein. Da in meinem Fall vom Versender kein Gewicht auf dem Frachtbrief angegeben war, habe ich einfach geschätzt und bei beiden Feldern das gleiche Gewicht angegeben. Ggf. kann man das Gewicht auch auf dem Scan der GDSK erkennen. Vermute jedoch dass dies Angabe nur Auswirkungen auf ein eventuelles Öffnen des Pakets durch den Zoll hat, falls dieser den deklarierten Angaben nicht glaubt (z.B. Inhalt: 1 T-Shirt, Gewicht: 4kg)!
  4. Artikelpreis ist der Preis der Waren (laut beizulegender Rechnung) in der Originalwährung – also meist „USD“. Zollwert ist der Umgerechnete Wert der Artikel in der Landeswährung. Ich habe hier den Wert der von meiner Kreditkarte in EUR abgebucht wurde angegeben.
    Bei Statistischer Wert ist der EUR-Wert nochmals gerundet auf volle Zahlen anzugeben (z.B. bei 54,45 eben nur 54)

Nun kann das Formular abgesendet und der vom Zoll daraufhin generierte Zollantrag (im PDF-Format) abspeichert werden. Dieser muss später 2x gedruckt werden (siehe nächster Abschnitt)

Bitte beachten: Beim Klick auf „Anmeldungsdaten ausdrucken“ sollte sich eigentlich ein neues Fenster (PopUp) öffnen. Hier ggf. den PopUp-Blocker im Browser prüfen / deaktivieren!

Der Inhalt des Briefes an die GDSK

Versand der Unterlagen direkt an den Zoll Frankfurt

Nun sind nur noch 4 keine Schritte wie im Merkblatt angegeben zu erledigen:

  1. Das Merkblatt der GDSK 2x ausdrucken und dort Sendungsnummer, GDSK-Nummer … ergänzen und unterschreiben
  2. Zollantrag 2x ausdrucken und jeweils auf Seite 2 unterschreiben!
  3. a) Rechnung mit Inhalts und Mengenangaben und Nachweis der Zahlung (Paypal, Bankauszug, Kreditrartenabrechnung
    oder
    b) Auszug aus dem Produktkatalog des Herstellers mit UVP und Produktabbildung und einer aktuelle Internetpreisübersicht (z.B. Amazon, oder eBay ,oder sonstige Webshops)
    ebenfalls 2x ausdrucken
  4. Seit dem 28.02.11 müssen nun auch 2 Kopien des EMS-Frachtbriefes mit eingereicht werden! Diese finden Sie in der Sendungsverfolgung der GDSK!
  5. Den Brief – am besten per Einschreiben – an die folgende Adresse senden.
    Bitte prüfen ob diese noch mit der Adresse im Merkblatt übereinstimmt!!

    GdSK GmbH & Co KG
    Selbstverzollung
    Fasanenweg 9 N
    65451 Kelsterbach
    (seit 20.05.2011:)
    Postfach 1155
    65440 Kelsterbach
  6. Die Unterlagen dann NICHT an die GDSK sondern direkt mit der Bitte um Selbstverzollung an den Zoll in Frankfurt senden:Hauptzollamt
    Frankfurt am Main Flughafen
    Hahnstr. 68-70
    60528 Frankfurt am Main

Die Änderung des Empfängers der Unterlagen auf das Hauptzollamt Frankfurt geht auf den Beitrag des Pressebüros Voermanek zurück. Den Journalisten dort gilt der Dank, dass es nun eine Möglichkeit der Selbstverzollung unter Umgehung der GDSK gibt. Details finden Sie hier:

http://pressevoice.blogspot.com/2011/10/hat-der-griff-der-gdsk-in-die-taschen.html

Da diese Empfehlung bei vielen Lesern funktioniert hat, habe  auch ich mich entschlossen die Adresse auszutauschen. VIEL ERFOLG :-)

Wie gehts weiter?

  • rund 1-2 Werktage nachdem die Unterlagen eingereicht wurden, sollte bei der Sendungsverfolgung der GDSK “Kunde wünscht Selbstverzollung, Papiere erhalten” oder ähnliches auftauchen.
  • die „Verzollung“ selbst benötigt meist 2-3 Werktage.
  • nach weiteren 2-5 Werktagen sollte das Paket dann ankommen.
  • nach mehreren Tagen erhält man die Rechnung der GDSK des Zolls, welche die Zollgebühren und rund 4,50 EUR „Abwicklungsbebühren“ enthält.

Ich hoffe sehr, dass durch diese Anleitung auch viele andere die Zahlung von über 25 EUR an die GDSK auf rund 4,50 EUR 0 EUR drücken können. Denn das für eine Sendung aus dem Ausland auch die Umsatzsteuer anfällt ist absolut legitim. Dass sich jedoch eine solche Firma einfach als Zwischenhändler einschaltet und kräftig mit verdienen will nicht! Dies sieht eigentlich auch der Zoll selbst so, der durch die GDSK auch mehr als genervt zu sein scheint. Die einzige Lösung bis zum Ende dieser ist komischen Konstellation hier wohl den „Gewinn“ pro Paket für diese Gesellschaft möglichst klein zu halten. Ich hoffe sehr ich konnte dazu meinen Beitrag leisten.

Ergänzungen / Anmerkungen bitte gerne als Kommentar oder per Email. Viel ERFOLG :-) Sollte diese Anleitung weitergeholfen haben, freue ich mich über Kommentare …

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen eingestellt – sind selbstverständlich jedoch ohne Gewähr!

Vielen Dank an das Forum auf chinamobiles.org welches mir in dieser Sache sehr weitergeholfen hat und mir (ungewollt) mehrere Stunden Lektüre bescherte ;-)

EDIT: Einen Gruß an die Herrschaften der GDSK, die laut meinen Zugriffsstatistiken anscheinend regelmäßig diesen Beitrag besuchen. Sie dürften sich gerne auch äußern ;-)

Flugtickets bald direkt von Google?

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, verhandelt der Internetkonzern Google über die Übernahme von ITA Software. Das Unternehmen aus Massachusetts entwickelt seit 1996 Softwarelösungen zur Flugreisesuche und für Ticketbuchungen in der Tourismusindustrie.

„Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren. ITA macht das für den Reisebereich“

Henry Harteveldt (Forrester Research)

Angeblich ist ein Preis von rund 1 Milliarde US-Dollar im Gespräch, unsicher ist jedoch, ob es tatsächlich zu dieser Übernahme kommt.

Hintergrund der geplanten Übernahme dürfte für Google dabei vornehmlich sein, dass in den letzten Monaten immer mehr US-Benutzer Microsofts Suchmaschine Bing wegen deren „travel-related features“ nutzten.

Hier möchte Google anscheinend gegensteuern und die Informationen ebenfalls direkt „an der Quelle“ abrufen. Aus Sicht von Google, den Nutzer möglichst direkt zum gewünschten Ziel zu führen, sehr verständlich.

Auswirkungen für SEO?

Welche Auswirkungen hat dies nun aber für die organische Suche? Denn bisher konkurrieren viele Reiseunternehmen und -portale um die ersten Plätze in den SERP’s – und dies mit nicht unerheblichem Aufwand. Wenn nun allerdings Google direkten Zugriff auf die „Buchungssoftware“ bekommt, warum sollte dann dem Suchenden nicht auch die direkte Information angeboten werden? Denn wenn ich mir die diversen Reiseportale betrachte, handelt es sich bereits heute um mehr oder weniger den selben Inhalt in einem anderen Layout ….?

Aus diesem Grund dürften etablierte Reiseportale den bevorstehenden Deal mit einer gewissen Beunruhigung & Skepsis zur Kenntnis nehmen. Denn wenn hier ein kompletter Kommunikationskanal „übernommen“ würde, dürfte eine Kompensation nicht sehr einfach sein.

PR und Social Media

Selbst bei Großkonzernen kann sich deren Aktivitäten in Sozialen-Netzwerken wie Facebook & Co. gegen sich selbst wenden. Dies Zeigt aktuell der Fall Nestle, den Thomas Hutter sehr ausführlich in seinem Artikel „Facebook: wenn Fanpages zum Kriegsschauplatz werden“ behandelt.

Augenscheinlich hat Greenpeace sehr gute Berater & Kenner der Szene, wie virale Kampagnen zielführend durchgesetzt werden. Spannend dürfte hier die Frage sein, wann und welche weitere Firmen durch Greenpeace oder ähnliche Organisationen in Bedrängnis gebracht werden. Denn Wie Herr Hutter schreibt hat Nestle mittlerweile reagiert – mehr oder weniger freiwillig.

Probleme bei der Registrierung

Auch das gezielteste (Online)Marketing nützt leider wenig, wenn bspw. im Bestellprozess die durchaus richtigen und validen Eingaben als „Falsch“ zurückgewiesen werden. Was soll der (potentielle) Kunde tun als den Bestellvorgang abzubrechen?

Hintergrund ist ein Gutschein meiner Freundin vom Buchhändler Thalia. Eigentlich wollte ich hier ein paar Artikel bestellen, man wollte mich jedoch als NeuKunden nicht akzeptieren:

Abbruch der Bestellung wegen Fehleingabe

Dabei hatte ich in die Felder lediglich meine eigene Straße eingegeben. Allerdings macht das „schlaue“ System aus meiner durchaus existierenden Anschrift „Walter-Friedländer-Str“ einfach eine „Walt-Friedländer-Str“, die ich leider nicht einmal bei Google finden konnte.

Was bleibt einem potentiellen Kunden als Lösung:

  1. Bestellung wird abgebrochen
  2. Bestellung wird mit den falschen Daten abgesendet
  3. Kunde nimmt Kontakt mit dem Unternehmen auf

Lösung 1 dürfte wohl der häufigste Lösungsweg des Kunden darstellen, da die Angebotenen Artikel meist auch anderswo erworben werden können. Lösung 2 & 3 dürften sehr selten sein. Denn bei 2. kann man eben nie sicher sein, dass die Bestellung Ihr Ziel erreicht. Auch ist der Aufwand mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen meist höher als in einem anderen Shop zu bestellen.

Weiter ist ebenfalls interessant, dass der Kunde beim beschriebenen Shop ebenfalls ein „Mindestalter“ erreicht haben muss, um Bücher bestellen zu können. Denn auch ein Geburtsjahr <= 1997 wird nicht als valide registriert. Eventuell ist es ja sogar erwünscht, dass erst über 14-jährige einen Account eröffnen dürfen. Nur hier ist dann die Beschreibung des Fehlers mit „Geburtsdatum fehlt oder ist fehlerhaft.“ nicht wirklich zielführend.

Interessieren würde mich die genaue Abbruchquote bei dieser Neuregistrierung auf Thalia.de, die jedoch wohl das Geheimnis der Webabteilung bleiben wird. Zahlen hierüber sollten zumindest durch die vorhandene WebAnalytics-Daten vorliegen.

Eigenschaften guter Formulare

  • Nur wichtige & wesentliche Daten werden abgefragt
  • Bezeichnung des Feldes & Eingabefeld sind eindeutig zuordenbar
  • Unpassende Felder werden ausgeblendet (z.B. Firmenname bei Auswahl „Privatkunde“
  • Fehlermeldungen sind eindeutig, echt und sofort zu erkennen
  • Hilfestellung zur Fehlerbeseitigung

Automatischen Optimierung von Benutzereingaben?

Brennend interessieren würde mich jedoch der Grund für die „Optimierung“ der Benutzereingaben in diesem konkreten Fall. Denn ich kann durchaus nachvollziehen, dass man bspw. beim Namen den ersten Buchstaben immer groß haben möchte (maier => Maier) oder andere kleinere „Schönheitskorrekturen“ (teilweise führe ich diese auch durch).

Was nützt einer Firma allerdings die „Optimierung“ der Adresse?

  • Als Kunde habe ich doch ein Interesse daran, dass meine Waren ankommen. So wird dieser seine Adresse auch mit Vorsicht eingeben und prüfen.
  • Selbst bei einer falschen Adresse findet die Post (bzw. andere Paketzusteller) meist die richtige Adresse & kann diese dem Unternehmen auch mitteilen.
  • Existiert überhaupt eine Schnittstelle, über die auch die neuesten Straßen gefunden werden können? Selbst bei Google-Maps dauert es einige Tage bis neue Straßen gefunden werden.
  • Lohn sich dieser Aufwand und ist er Benutzerfreundlich?
  • Welchen Eindruck bekommt wohl der Kunde wenn Ihm mitgeteilt wird „Ihre Straße existiert nicht“ bzw. „Wir haben Ihre Straße angepasst“
Oktober 2016
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