Archiv für die Kategorie „Online Strategy“

Erfolgsmessung für Webseiten von Unterhaltungskünstlern

Hase im ZylinderIn den letzten Monaten wurde ich immer wieder von Unterhaltungs­künstlern (Zauberer, Bauchredner, Jongleure, Fakire …) auf Empfehlungen und Verbesserungen bezüglich ihrer Webseiten angesprochen. Dabei musste ich (leider) auch feststellen, dass meist nur sehr rudimentäre Kenntnisse bezüglich der Möglichkeiten der eigenen Homepage und denen der Webanalyse vorherrschen und oft „nur kurz“ eine Webseite erstellt wurde.

Dies kann ich nicht wirklich nachvollziehen, da seit Jahren immer mehr Interessenten im Internet nach einem Künstler suchen, und so der (wirtschaftliche) Erfolg eines Künstlers immer mehr von dessen Auftritt im Internet abhängt. Aus diesem Grund habe ich mich zu dieser Serie speziell für Unterhaltungskünstler entschieden. Dabei sind Unterhaltungskünstler für mich Künstler, die mit Ihrer Webseite versuchen Engagements zu erhalten (Bands, DJ’s, Zauberer, Bauchredner …) und dies auch die Intention ihrer Homepage darstellt.

Dabei werde ich mich bemühen, die teils komplexen Möglichkeiten zu Beginn der Serie einfach und auch für Einsteiger verständlich darzustellen. Später werden dann auch einzelne Spezialfälle und komplexe Analysewünsche behandelt.

Und ja – ich verwende den Begriff Künstler, meine jedoch selbstverständlich auch alle Künstlerinnen! Diese möchten es mir bitte verzeihen, aber einen Text mit Künstler / Künstlerinnen finde ich doof … und sehr schwierig zu lesen.

Typische Fragen von Unterhaltungskünstlern:

  • Ich bekomme zu wenig Buchungen, was muss / kann ich tun?
  • Ich bekomme zu wenig Anfragen / Anrufe, was muss / kann ich tun?
  • Ich mache auf der Seite X bereits seit Monaten Werbung für meine Dienstleistung, aber das hat nichts gebracht. Warum?
  • Ich habe eine Anzeige in der Tageszeitung. Nützt diese etwas?
  • uvm.

Die generelle Antwort:

Oft hatte ich in meinen vielen Gesprächen das Gefühl, dass sich der Künstler eine allgemeingültige Antwort gewünscht hätte – nur gibt es diese leider nicht. Um diese Fragen fundiert beantworten zu können, ist der Einsatz eines Webanalyse-Tools notwendig. Dabei reicht es jedoch nicht, „mal kurz“ eines dieser Tools (GoogleAnalytics, eTracker, Webtrekk …) hinter die eigene Webseite zu klemmen. Denn es ist auch zwingend notwendig, in diesen Tools seine individuellen Ziele zu hinterlegen.

Nur wie kommt man zu diesen Zielen und welche sollte man als Unterhaltungskünstler hinterlegen? Hier möchte ich einen kleinen Ausflug in die Welt der Prozesse & Zieldefinition wagen. Denn wie sieht der Prozess des Engagements eines Künstlers eigentlich aus?

Der Prozess „Engagement eines Künstlers“

Bei diesem (Grund-)Prozess geht es mir nicht um akademische Vollständigkeit, sondern um das prinzipielle Verständnis, wie das Engagement eines Künstlers abläuft. Dieser Prozess ist auch den meisten Künstlern bewusst, für die weitere Analyse ist es jedoch einfacher, diesen schriftlich und optisch zu fixieren. Denn so lassen sich Ziele und Teilziele einfacher ableiten, eventuell vorhandene Probleme der eigenen Webseite besser erkennen und einem der Prozessschritte zuordnen.

Folgend habe ich den Prozess knapp zusammengefasst, wobei wir auf die einzelnen Prozessschritte im Rahmen dieser Serie noch detailliert eingehen werden.

  1. Engagement eines Künstlers

    Prozess Engagement eines Künstlers

    Der Interessent hat einen Bedarf. Er richtet bspw. eine Veranstaltung aus und sucht für diese einen Künstler. Dabei hat er oft genauere Vorstellungen darüber, welches Budget nicht überstiegen werden sollte und welcher Zweck erfüllt werden soll (z.B. Anwerbung von Interessenten am Messestand, Unterhaltung zur Hochzeit …).

  2. Der Interessent findet nun den Weg auf die Webseite des Künstlers. Dabei kann dieser „Weg“ sehr different sein und wird im Marketing auch als „Kanal“ bezeichnet. Typische Kanäle im Internet sind dabei der Link von einer anderen Webseite (Referer Traffic), der über Suchmaschinen (SEO Traffic), der über bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen (SEA Traffic) und viele mehr.
  3. Der Interessent Informiert sich nun auf der Webseite des Künstlers, beurteilt individuell dessen Angebot und prüft, ob das Angebot zum eigenen Bedarf passt. Kann er sich vorstellen diesen Künstler zu buchen? Passt dieser vom Typ? usw.
  4. Kontaktaufnahme (mündlich / schriftlich) mit dem Kunden. Ist dieser noch am gewünschten Termin verfügbar, liegt dieser im preislichen Rahmen…
  5. Nach dem erhaltenen Angebot folgt die Entscheidungsfindung des Interessenten und ggf. auch der Vergleich mit ebenfalls eingeholten Angeboten anderer Künstler.
  6. Die Buchung – Der eigentliche Wunsch des Künstlers :-)

Die Zieldefinition

Aus diesem Grundprozess können wir nun die Ziele und Teilziele für unsere Webseite ableiten – und leider liegt hier sehr oft das größte Problem! Denn oft haben Künstler für sich nur ein einziges Ziel definiert: „Buchung“. Dabei ist dies unzweifelhaft das wichtigste Ziel auf der Webseite eines Unterhaltungskünstlers – jedoch auch eines der am schwierigsten messbaren(!). Um jedoch auch die Interessenten besser zu verstehen, die NICHT buchen, sind Zwischenziele bzw. weitere Ziele wichtig. Denn ohne diese Zwischenziele wäre es nur über direkte Befragungen der (unbekannten) Nichtbucher möglich, deren Gründe zu ermitteln – und dies wäre wohl auch für Mentalisten schwierig ;-)
Um hier keine falschen Erwartungen zu wecken: Die wahren Gründe lassen sich selbstverständlich nicht automatisiert erheben, allerdings ermöglicht diese Technik eine erweiterte Sicht auf die Personen auf Ihrer Webseite. So verstehen Sie, wie der Interessent Ihre Webseite überhaupt nutzt, ob, wo und welche Probleme ggf. existieren usw.  Anschließend lassen sich dann diese Probleme strategisch angehen.

Weitere Ziele / Zwischenziele könnten daher sein:

  • Verweildauer auf der Webseite
  • Anzahl angesehener Webseiten (Einzelseiten)
  • Ansehen von Videos / Medieninhalten
  • Besuch der Kontaktseite
  • Besuch von Kundenfeedbacks / Kundenstimmen
  • Steigerung der Fans auf Facebook, Google+, Twitter …
  • uvm.

Erste Problemanalyse und Ist-Zustand Ihrer Webseite

Warum nun diese lange Einleitung? Ganz einfach: Dieser Hintergrund ist wichtig, um den Ist-Zustand Ihrer Webseite beurteilen zu können! Denn so lassen sich bereits für einige der häufigsten Fragen fundierte Antworten geben. Ein erstes Beispiel:

Ich hatte oben bereits die beiden häufigsten Fragen erwähnt:

  • Ich bekomme zu wenig Buchungen, was muss / kann ich tun?
  • Ich bekomme zu wenig Anfragen / Anrufe, was muss / kann ich tun?

Bevor hier nun Empfehlungen abgegeben werden können, muss erst das tatsächlich vorliegende Problem analysiert werden bzw. der Grund, warum dieses vorhanden ist:

Wenn wir uns den Buchungsprozess nochmals ansehen, lässt sich dieser auch in zwei Hauptteile zerlegen:

  1. Interessent außerhalb der eigenen Webseite & auf der Suche (Schritt1)
  2. Interessent ist auf der eigenen Webseite (Schritt 2-6)

Hier spricht man im (Online-)Marketing auch von Off-Site (außerhalb) und On-Site (auf) Aktivitäten. Bitte achten Sie dabei darauf, dass diese Begriffe auch oft im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) verwendet werden – dazu später mehr – sich diese „Aktivitäten“ jedoch auf einen anderen Sachverhalt beziehen.

Sie sehen also, dass „zu wenig Anfragen / Buchungen“ einerseits mit Problemen außerhalb Ihrer Webseite zu tun haben können – und / oder mit Schwierigkeiten auf Ihrer Webseite! Aus Erfahrung ist die Antwort auf diese Frage auch die mit Abstand wichtigste! Denn ohne das eigentliche Problem zu verstehen werden auch oft falsche und teure Aktionen getätigt:

Oft werden teuer erkaufte Interessenten auf die eigene Webseite „geschoben“ und buchen dort ebenfalls NICHT!

Plakativ zusammengefasst kann es somit drei Hauptgründe für ausbleibende Buchungen / Anfragen geben:

  1. Es sind zu wenig / keine Besucher auf Ihrer WebseiteUnterhaltungskuenstler Webseite mit wenig Besuchern
  2. Es sind ausreichend Besucher vorhanden, diese Buchen jedoch nichtUnterhaltungskuenstler Webseite mit ausreichend Besuchern
  3. Beides ;-)

 

Daher nützt Ihnen der so oft gehörte „Platz 1 bei Google“ sehr wenig, wenn das Hauptproblem Ihrer Webseite Fall 2 ist!

Vor diesem Hintergrund möchte ich nun gerne den im (Online-)Marketing sehr wichtigen Begriff der Conversion einführen. Dabei ist diese einfach gesprochen ein Verhältnis zwischen Besuchern die eine Aktion ausführen zu denen die diese Aktion nicht ausführen. Kommen bspw. 100 Besucher auf Ihre Webseite und 10 buchen, läge die Conversion „Buchung“ bei 10%. Dabei können sehr viele verschiedene Conversionen festgelegt werden – und sollten auch für alle Ziele & Zwischenziele definiert sein.

Zusammenfassung

Um die typischen Fragen von Unterhaltungskünstlern beantworten zu können, müssen erst die wahren Gründe für das Problem ermittelt werden. Denn von diesem individuellen Problem hängt entscheidend das weitere Vorgehen ab und zu welchen Aktionen geraten werden muss.

Denn es nützt Ihnen herzlich wenig noch mehr Interessenten anzuwerben, wenn sich bereits heute pro Monat mehrere hundert Personen auf Ihre Webseite „verirren“, dort jedoch niemand Ihre Dienstleistung bucht! In einem solchen Fall sollte daher erst näher untersucht werden, WARUM diese Interessenten nicht buchen und ggf. technische Probleme Ihrer Webseite ausgeschlossen werden!

Hierfür ist ein gut konfiguriertes Webanalysesystem unverzichtbar. In den folgenden Teilen werde ich nun genauer auf das von den meisten Unterhaltungskünstlern bereits eingesetzte GoogleAnalytics eingehen, und dort genau erklären, wo und welche Ziele eingerichtet werden sollten. Dabei gibt es natürlich auch andere Webanalyse-Tools die meist wesentlich umfangreicher und aussagekräftigere Antworten liefern. Allerdings sind diese nicht wirklich günstig und daher für die meisten (Klein-)Künstler eher uninteressant.

Freue mich über erstes Feedback :-)

Weitere Artikel in Vorbereitung:

  • Ziel Kontaktaufnahme / Buchung bei Google-Analytics hinterlegen
  • Erweiterte Analyse des Buchungsformulars

Leistungsfähigkeit des OnlineMarketing

Leider gibt es bei manchen Betreibern von Webseiten ein falsches Verständnis über die Leistungsfähigkeit von (Online)Marketing Maßnahmen. Manchmal sind diese irritiert, dass sich eine erfolgreich durchgeführte Marketing-Maßnahme nicht im Umsatz der Webseite widerspiegelt.

Aus diesem Grund möchte ich diesen Artikel der Leistungsfähigkeit solcher Maßnahmen widmen und näher erläutern, warum eine SEO- bzw. SEM-Kampagne nicht zwangsläufig auch zu mehr Umsatz führt.

Leistungsfähigkeit (Online)Marketing

Das Marketing im allgemeinen kann „nur“ für eine höhere Markenbekanntheit, bessere Suchmaschinenpositionen usw. sorgen. Dabei wird durch verschiedenste Maßnahmen versucht, aus der Masse an Internetnutzern einen möglichst großen Teil auf die eigene Webseite zu bringen.  Im Idealfall gehören diese dabei einer der vorher definierten Zielgruppen an, die im weiteren auf der Webseite Umsatz erzeugen.

(Online)Marketing als „Reiseleiter“

Vergleichen möchte ich diese Maßnahmen dabei mit einem Reiseleiter, der die Kunden an einem bestimmten Punkt abholt (z.B. in einer Suchmaschine) und dann auf die Webseite weiterleitet. Clevere Reiseleiter bringen dabei den Besucher direkt zum gewünschten Zielort, ohne ihnen vorher alle anderen Sehenswürdigkeiten zu zeigen.  Allerdings hat er keinen Einfluss auf die Sehenswürdigkeit selbst. Denn ist dem Kunden der Eintritt zu teuer, erscheint das Angebot unpassend oder ist sein subjektiver Eindruck der Gestaltung schlecht, waren die Mühen des Reiseleiters vergebens.

Ähnlich wird es ihm auch ergehen, wenn er einen Rollstuhlfahrer an einen Ort bringt, der eben nicht auf diese Art der Behinderung ausgerichtet ist.

Grenzen des (Online)Marketing

Nun jedoch zurück zu den (Online)Marketing-Maßnahmen. Diese können eben „nur“ für einen möglichst perfekt ausgebildeten Reiseleiter sorgen, der den Besucher optimal betreut und auf der Zielseite abliefert. Ob diese Seite den technischen & optischen Ansprüchen des Besuchers entspricht liegt außerhalb seiner Möglichkeiten bzw. seines Zuständigkeitsbereichs.

Erhöhung des Umsatzes

So sind die Gründe sehr vielschichtig, wenn nach einer erfolgreichen (Online)Kampagne die Umsätze ausbleiben.

Nicht selten habe ich allerdings auch erlebt, dass diese Umsätze nur deshalb ausblieben, weil keine Conversions (Umstztreiber) definiert wurden. Denn vor allem in Webshops wird voreilig nur der Umsatz mit dem Neukunden angesetzt. Dabei wird vereinzelt jedoch vergessen, dass auch andere Aktionen des Besuchers indirekt als Umsatztreiber angesehen werden können. Welche Aktionen dies dabei genau sind, sollte für jedes Unternehmen individuell bestimmt und ebenfalls mit einem monetären Wert hinterlegt werden. Beispiele für diese Aktionen (Conversions) wären:

  • Bestellung im Webshop
  • Anforderung von Verträgen / Informationsmaterial
  • Anmeldung zum Newsletter
  • Anlegen eines Benutzeraccounts
  • Aufruf  / Absenden des Kontaktformulars

Kontrolle durch WebAnalytics

Für eine professionelle Beurteilung jeder (Online)Marketing Maßnahme ist dabei ein Leistungsfähiges WebAnalytics-System unabdingbar. Sind hier die vorher definieren Conversionsdaten hinterlegt, lässt sich schnell eine Aussage über die Qualität jeder einzelnen Maßnahme treffen.

Meist lassen sich Probleme sehr schnell erkennen und gegensteuern bzw. bei neuen Maßnahmen optimieren. Denn auch für den „Reiseleiter“ (SEO / SEM) ist diese Rückmeldung essentiell, da dieser seine beratende Funktion weiter optimieren und verbessern kann.

Suchmaschinenoptimierung in der „Krise“

In Zeiten der „Witschaftskrise“ gehen viele Unternehmen dazu über, zuerst im Bereich Marketing und hier vor allem am Online-Marketing zu sparen. SEM-Kampagnen wie GoogleAdwords werden lieber selbst verwaltet weil „alles so schön einfach ist“ und die Suchmaschinenoptimierung „ist schon gut so“.

Kurzfristige Einsparungen

Dabei verursachen diese angeblichen Einsparungen meist (deutlich) höhere Kosten als durch sie eingespart werden können. Denn vor allem die angeblich so einfachen SEM-Tools verursachen ohne Fachkenntnisse  fast ausschließlich Kosten und wenig Nutzen. Ähnlich sieht dies auch mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) der eigenen Webseite aus. Denn bei fehlendem Konzept sind auch diese meist gut gemeinten eigenständigen Optimierungen  (z.B. von Praktikanten …) meist wenig fruchtbar. Denn wenig ist für die Suchmaschinenoptimierung schädlicher als ein ständiger Wechsel in der Struktur der Webseite.

Optimale Linkstruktur

Deshalb sollte auch in „Krisenzeiten“ geprüft werden, ob die Ziele der Webseite und deren Linkstruktur ideal aufeinander abgestimmt sind. Im Extremfall ist hier ein komplettes Redesign dieser Struktur zwingend notwendig. Denn vor allem wenn eine Webseite ausschließlich mit Parametern arbeitet (siehe Schlechte Linkstruktur) sollte unbedingt eine komplett neue Struktur ausgearbeitet werden.  Dabei sollten auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigt werden, da diese neue Struktur nur in Ausnahmefällen überarbeitet werden sollte. Wichtig ist dabei auch, wichtige Seiten des „alten Systems“ und deren neue URL zu notieren, um später Zugriffe sauber (301 Redirect) auf die neue Seite umleiten zu können.

Erfolg in Krisenzeiten planbar

Dass die Umstellung der kompletten Linkstruktur auch in Krisenzeiten sinnvoll ist, zeigt das Projekt eines meiner Kunden der wie viele andere Unternehmen stark unter der Krise leidet. Trotz dieser Umstände entschied er sich, seine Webseite analysieren und ein Konzept über eine optimierte Seitenstruktur anfertigen zu lassen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt lieferte sein CMS alle Seiten über eine ID aus (index.php?id=1010), die keinerlei Rückschlüsse auf den Inhalt der Seite zuließ. Nach der Verabschiedung des Konzeptes mit vielen Anpassungen wurde dieses nun Mitte Januar umgesetzt.

Die Auswertung der Zugriffszahlen weisen darauf hin, dass durch diese Anpassungen der Struktur auch in Krisenzeiten ein enormer Zuwachs erreicht werden kann.

Zu beachten ist dabei, dass momentan keine anderen Kampagnen laufen (SEM, Offline … ) und diese Veränderung somit auf die besseren Platzierungen in den Suchmaschinen zurückzuführen sind. Auch sind noch nicht alle Unterseiten auf die neue Struktur umgestellt, die aktuell (leider) noch sehr schlechte Suchpositionen besitzen.

Fazit:

Auch oder besonders in Krisenzeiten macht professionelles Online-Marketing Sinn! Denn auch wenn dieses zuerst mit Kosten verbunden ist, machen sich die langfristigen Ergebnisse bezahlt. Denn wenn durch ein professionelles Konzept auch die Konversionsraten steigen, sind die Kosten sehr schnell vernachlässigbar.

Und da Stillstand im Internet immer auch Rückschritt bedeutet, ist diese „Krise“ vielleicht genau Ihre Chance, an Ihren Mitbewerbern vorbeizuziehen. Denn wenn diese hier sparen, haben Sie vielleicht einen entscheidenden Vorteil für die nächsten x Monate.

knapp 50% der weltweiten Webseiten auf UTF-8

Gestern hat die Suchmaschine Google einen interessanten Bericht über die Verwendung verschiedener Zeichensätze im Internet herausgegeben.

Dabei ist der starke Trend zu Webseiten in „Unicode“ zu erkennen.

Bild-Quelle:  Google.inc

Dieser Trend dürfte nicht verwundern, da UTF-8 vor allem für multilinguale Webseiten einen idealen Zeichensatz darstellt und viele „graue Haare“ verhindern hilft.

Aber auch nationale Projekte sind mit Unicode wesentlich besser auf eine spätere Internationalisierung vorbereitet, denn Sonderzeichen der verschiedenen Sprachen stellen kein Problem mehr dar.

Einfluss von SocialMedia auf Kreditvergabe

Auf CNBC.com findet sich bereits seit dem 13. Januar ein sehr interessanter Artikel über einen sich abzeichnenden Trend der Kreditwirtschaft in Amerika.

67% nutzen Soziale Netzwerke

Da laut Nielsen Media bereits 67% der Onlinebenutzer sich auch auf mindestens einem SozialenNetzwerk aufhalten,  macht diese Netzwerke nun anscheinend auch für die Kreditwirtschaft interessant.

Rückschluss auf finanzielle Situation

Dabei scheint der Ansatz nun auch bei sozialen Netzten Anwendung zu finden, dass sich Personen gerne mit Personen aus einem ähnlichen sozialen Umfeld umgeben.

Dabei ist die Idee eigentlich nicht neu, sondern wird schon länger vor allem im Marketing eingesetzt. Bspw. wird Werbung für Luxusgüter auch oftmals nur in finanziell stärkeren Wohngegenden verteilt bzw. plakatiert. Ebenfalls wird jeder Immobilien-Makler zustimmen, dass die Wohngegend einen enormen Einfluss auf die Immobilienpreise bzw. die Mietkosten besitzt. Daher ist ein Rückschluss auf die finanzielle Situation des Einzelnen, der dort wohnt, zumindest in Ansätzen möglich.

DataMining in Sozialen Netzen

Vor diesem Hintergrund ist der Bericht der CNBC nicht wirklich verwunderlich. Denn auch wenn „Streuverluste“ nie ausgeschlossen werden können, dürfte sich diese „Idee der Gruppenbildung“ auch in sozialen Netzwerken bestätigen lassen. Im Gegensatz zur Offline-Welt erleichtert das Internet jedoch zusätzlich das „zusammenführen“ von Informationen aus verschiedenen Quellen enorm.

Versucht man diese Situation auf die deutsche Schufa und deren „Scoring“ zu übertragen, sind hier durchaus weitere (hypothetische) „Scoringfaktoren“ denkbar:

  • Abgleich des eigenen Scores mit den individuellen Scores der sozialen Kontakte und somit Einfluss der Kreditwürdigkeit von Kontakten  auf die eigene Kreditwürdigkeit
  • Verhalten und Mitteilungen über SN beeinflussen den Score
  • Anzahl der Freunde
  • Aktivität
  • Status (setzten auf „Arbeitssuchend“ verschlechtert den Score)
  • „anstößige Bilder“
  • ….

Dies sind zwar alles hypothetische Faktoren, ich persönlich glaube jedoch, dass zumindest in Teilbereichnen dieses Vorgehen sich auch hier in Deutschland durchsetzten wird. Denn da der Scoring-Algorithmus der Schufa von dieser geheimgehalten wird, würde eine solche Anpassungen schwierig bis unmöglich zu belegen sein.

Andere Meinungen?

Social Media Advertising

Kurz vor Weihnachten konnte man in UK eine interessante und voraussichtlich sehr klever geplante Marketingkampagne beobachten.

Gezielte Musik-Chart (Manipulation) durch SocialMedia

Auch auf heise.de findet man heute einen sehr interessaten Artikel mit dem Titel „Musik-Charts: Die Stunde der Internet-Aktivisten

Allgemein geht es darum, dass sich in den UK viele tausende Menschen zusammenschlossen, um „Jahrzehnte alte Songs gezielt an die Spitze von aktuellen Single-Charts zu pushen.“ Ziel der Kampagne war es dabei, die Single des Gewinners der Casting-Show X-Factor (vergleichbar mit DSDS in Deutschland), an der Spitze der britischen Single-Charts abzulösen.

Albumcover Simon and Garfunkel - Bookends 1968 (Quelle: http://www.simonandgarfunkel.com/albums.html)

Durch die Kommunikation über das SocialNetwork „Facebook“ und durch eine große Portion „Mund zu Mund Propaganda“ (WOM), stürmte so der vor 17 Jahren erstmals veröffentlichte Titel „Killing in the Name“ von „Rage against the Machine“ (Textzeile: „Fuck you, I won’t do what you tell me“) auf Platz 1 der UK-Single-Charts. Ähnliches hat sich nun eine rund 14.000 Mitglieder umfassende Facebook-Gruppe mit dem Titel „Mrs. Robinson“ von „Simon & Garfunkel“ aus dem Jahr (1968) zum Ziel gesetzt.

Dabei ist „Mrs. Robinson“ eine Anspielung auf die Frau des Regierungschefs von Nordirland, Peter Robinson, die in den letzten Tagen für öffentliche Aufregung sorgte (vgl. Tagesschau.de, Bild.de)

Spass oder gezieltes Buzz-Marketing?

Es lässt sich zwar darüber streiten, ob es sich sich bei diesen Kampagnen tatsächlich nur um Spass handelt, jedoch gehe ich persönlich von einer sehr cleveren Marketing-Strategie aus. Denn ein Unternehmen profitiert sehr von diesem „pushen“ der Verkaufszahlen: Sony! Folgend ein paar Argumente, die mir spontan eingefallen sind:

  • Sowohl der X-Factor-Gewinner „Joe McElderry“, „Rage against the Machine“ als auch „Simon & Garfunkel“ stehen bei Sony unter Vertrag.
  • Durch gezielte Steuerung der verschiedenen Gruppen wurde ein Wettstreit heraufbeschwören, der wohl hauptsächlich zu höheren Verkaufszahlen der betreffenden Singles beigetragen hat.
  • Die eigentliche Werbung für den Verkauf eines Gutes (dem Download) wurde geschickt zu „Spass an der Chart-Manipulation“ umgestaltet, bei dessen Wettbewerb sich viele (tausende) Menschen beteiligten. Inhalt des Wettbewerbs war dabei, den Titel „Weihnachtssong 2009“ zu erringen (vgl. u.a. X-Factor News)
  • Allein die 0,5 Millionen Downloads der Single „Killing in the Name“ dürften für Sony mehr Einnahmen bedeutet haben, als mit diesem Titel in den letzten 10 Jahren erwirtschaftet wurden (Der Titel ist immerhin 17 Jahre alt!).
  • Klevere Ausnutzung des Konsums als „Akt der Meinungsäußerung“

Fazit:

Eine sehr interessante Möglichkeit für Anbieter von virtuellen Produkten, durch die gezielte und unbemerkte Steuerung von sozialen Gruppen einen Wettbewerb zwischen mehreren Ihrer eigenen Güter zu starten. Abzuwarten bleibt allerdings, wie lange es dauern wird, bis Kunden diese neue Art der Werbung bewusst wird und solch ein „System“ nicht mehr funktionieren wird.

Clever bleibt jedoch auf jeden Fall, mit den eigenen Produkten einen Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen herzustellen und so für zusätzliche Aufmerksamkeit zu sorgen.

März 2017
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[Heribert Schmitz, Hewlett-Packard GmbH]

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